Wer unter dem Oberbegriff Stahlmöbel lediglich an gebrauchte Büromöbel denkt, liegt eher falsch. Stahlmöbel sind eine ganz eigene Kategorie von Möbeln, die durch eine ganz ausgeprägte Formensprache auffällt. Das liegt an den Machern und am Werkstoff. Stahl findet sich noch nicht seit sehr langer Zeit im Möbelbau. Vielfach trauen sich Möbeldesigner noch nicht an dieses, ihnen fremdes Material heran. Das ist gut verständlich, denn seit jeher steht Holz in vielerlei Formen ganz im Zentrum des Möbelbaus. Holz bestimmt durch seine Struktur die Statik und die Formen der Möbel. Holz schuf quasi seine Paradigmen was den Möbelbau anbelangt. Die Herstellung von Möbeln lag und liegt in den Händen von Holz verarbeitenden Betrieben. Es gibt Produktionslinien, die gänzlich vertikal angelegt sind, vom Fällen der Bäume über das Sägewerk bis zur Möbelfabrik in einer Hand. So haben es moderne Materialien schwer.
Aber es lohnt sich neue Wege zu beschreiten. Seiteneinsteiger wie zum Beispiel schufen beachtliche Möbelstücke aus Stahl. Mut wird belohnt und so fanden sie große Anerkennung unter Sachverständigen. Manchen Kunden wirken Stahlmöbel auf Anhieb zu kalt, aber es lohnt sich, sich damit aus einander zu setzten. Man muss sich ja nicht gleich komplett mit Stahlmöbeln einrichten, oft genügt es, ein zwei Stücke anzuschaffen. Sie treten dann im Wohnraum in einen sehr interessanten Dialog mit den konventionellen oder klassischen Möbelstücken. Das bereichert die eigene Wohnwelt und bietet anregende Kontraste. Denn erlaubt ist ja was gefällt. Wie wäre es also, mit einem stählernen Bürotisch neben einem gediegenen englischen Clubsofa in schönem alten Leder? Sie können es sich nicht vorstellen? Ausprobieren, sie werden positiv überrascht sein.