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Journal High Impact Factor, Manuskripteinreichung und Journalqualität

Ausgestellt am 1. Oktober 2012 vom in Bildung, Wissenschaft

Jährlich erstellt Thomson Reuters einen quantitativen Index der einflussreichsten wissenschaftlichen Journale. Diese High Impact Factor (HIF) Journale können als jeweils wichtigste Publikationsorgane der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin gelten und Orientierung zur Einreichung von Manuskripten erleichtern. Der HIF errechnet sich aus der Formel der zitierten Artikel der vorvergangenen zwei Jahre dividiert durch die Anzahl der publizierten Artikel der vorvergangenen beiden Jahre. Dies ermöglicht es vor der Einreichung eines Manuskriptes bei einem wissenschaftlichen Publikationsorgan dieses hinsichtlich Rang, Evaluierung, Kategorisierung sowie vergleichende Zeitschriftsanalyse zu bewerten. Zusammen genommen versetzt dies eine WissenschaftlerIn in die Lage eine messbare Größe für die Verbreitung, Einschlägigkeit und Relevanz eines Journals innerhalb ihrer Epistemic Community zu finden.

Problematisch im gesamten Wissenschaftsbetrieb ist die kolportierte Tendenz der Selbst- und Gruppenzitierung. Übersteigt die Anzahl der Selbstzitierungen innerhalb eines Journals eine gewisse Schwelle, behält sich Thomson Reuters vor, dieses Publikationsorgan aus der Indizierung vorübergehend zu entfernen. Andere Faktoren spielen ebenso eine Rolle. So werden durch die zugrunde liegende Metrik der Kalkulation des HIF Review-Artikel, auf Grund ihrer verbreiteteren Zitierung, deutlich höher bewertet als andere Journalveröffentlichungen.

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Wird ein Artikel über 100fach zitiert oder enthält die Schlüsselwörter “Review” beziehungsweise “Overview” wird er automatisch als Review-Artikel gekennzeichnet. Review-Publikationen besitzen in der Regel eine der höchsten HIF Rangordnungen innerhalb jeder Disziplin, was Zitationen anbelangt. Ähnliche Sonderstellungen genießen methodisch orientierte Artikel. Des Weiteren sind interdisziplinäre Schwankungen, was den Peak-Impact betrifft, festzustellen.

Methodik und Metrik des HIF ähnelt der von Internet Suchmaschinen, die einzelne Internetseiten hinsichtlich ihrer Relevanz bei einer Suchanfrage generieren. Je mehr eine Internetseite durch andere Seiten mittels Hyperlinks verbunden ist, desto weiter oben in der Rangliste einer Suchmaschine tritt diese auf. Manipulationen und Fehlklassifizierungen sind ebenso wie bei HIF Journalen gang und gäbe. Ebenso wie bei der Indizierung durch HIF treffen Suchmaschinenbetreiber Vorkehrungen um Manipulationsversuche und ungewollte Falschrankings zu unterbinden.

Enago – Crimson Interactive Pvt. Ltd.
Englisch Lektorat und Publikationsservice für wissenschaftliche Manuskripte
www.enago.de

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