Überall ist davon die Rede, dass eine Versicherung in einer privaten Krankenkasse billiger und besser ist, als in der gesetzlichen. Zwar kann man das nicht pauschalisieren, weil es hierbei immer auf den Einzelfall ankommt, allerdings ist es wohl in den meisten Fällen tatsächlich so. Grund genug, um für viele mit dem Gedanken zu spielen, in eine PKV zu wechseln. Doch ist das so einfach möglich? Welche Zugangsvoraussetzungen PKV gibt es eigentlich?
Nun, hier muss man wissen, dass jeder abhängige Arbeitnehmer, aber auch jeder Arbeitslose, Studenten und Rentner automatisch gesetzlich versichert sind. Das heißt auf der anderen Seite, dass Freiberufler, Selbstständige und Beamte die Wahl haben. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit für abhängig Beschäftigte, in die PKV zu wechseln. Und zwar dann, wenn sie die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Die beträgt seit 2011 49.500 Euro und wurde auf ein Jahr gesenkt. Früher musste man nicht nur diese Grenze erreichen, sondern dies auch auf die Dauer von drei Jahren, hatte also eine dreijährige Wartefrist, bevor man wechseln konnte. Dies ist nun anders. Kommt man über die Grenze, kann man sofort wechseln.
Bevor nun aber jeder einen Schnellschuss wagt und sich privat versichert, sollte man einen Vergleich durchführen und checken, ob es sich im Einzelfall überhaupt lohnt. Während bei der GKV die Beiträge nach der Höhe des Gehalts berechnet werden, sind es bei der PKV andere Kriterien: Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen. Pauschal kann man sagen, dass ein junger Mann günstiger davonkommt, als eine alte Frau. Wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen PKV erfüllen, dann also vorher genau informieren und das Ganze auch durchrechnen.